Eiskunstlauf in Chemnitz - Tradition und Zukunft

Erfolge bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften & Olympischen Spielen ...

SC Karl-Marx-Stadt

SC Karl-Marx-Stadt

1945 als SG Chemnitz Nord entstanden firmierte der Verein von 1948 bis 1950 als BSG Fewa Chemnitz und dann bis 1953 BSG Chemie Chemnitz. Nachdem Chemnitz am 10. Mai 1953 in Karl-Marx-Stadt umbenannt wurde, hieß der Verein bis 1956 BSG Karl-Marx-Stadt. Am 3. März 1956 entstand aus der Betriebssportgemeinschaft der Sportclub als SC Motor Karl-Marx-Stadt. Ab 1. Juli 1963 wurde dann das Motor aus dem Vereinsnamen entfernt. Nach der zeitgleichen Auflösung des SC Wismut Karl-Marx-Stadt avancierte der SC Karl-Marx-Stadt zum Bezirkssportclub und existierte unter diesem Namen bis 1990. Nach der Rückbenennung von Karl-Marx-Stadt in Chemnitz hieß der Verein SC Chemnitz.

Mit fünf Olympischen Medaillen, elf Weltmeister- und 19 Europameistertiteln war der SC Karl-Marx-Stadt der erfolgreichste Eiskunstlaufverein der DDR. Die Erfolge waren das Ergebnis der Trainerin Jutta Müller, die ihre ersten Erfolge in den 1960er Jahren mit ihrer Tochter Gabriele Seyfert erreichte. Gabriele Seyfert war von 1961 bis 1970 zehnmal in Folge DDR-Meisterin, gewann drei Europameistertitel und zwei Weltmeistertitel und war als Olympiazweite bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble die erste Eiskunstläuferin der DDR, die eine Olympische Medaille gewann. 1968 in Grenoble waren im Männerwettbewewerb zwei DDR-Läufer am Start: Günter Zöller und Jan Hoffmann, beide vom SC Karl-Marx-Stadt. Zöller gewann 1970 Bronze bei den Weltmeisterschaften, Jan Hoffmann war mit vier Europameistertiteln, zwei Weltmeistertiteln und einer Olympischen Silbermedaille 1980 der erfolgreichste Eiskunstläufer der DDR. Während der Karriere von Jan Hoffmann stieg mit Anett Pötzsch der nächste Schützling von Jutta Müller in die Weltklasse auf. Von 1977 bis 1980 gewann Pötzsch vier Europameistertitel, zwei Weltmeistertitel und die Olympische Goldmedaille 1980, die erste Olympische Goldmedaille im Eiskunstlauf für die DDR. Nachdem Anett Pötzsch ihre Karriere beendet hatte, begann die Karriere von Katarina Witt, der mit sechs Europameisterschafstiteln, vier Weltmeistertiteln und zwei Olympiasiegen erfolgreichsten Läuferin des SC Karl-Marx-Stadt. Mit Pötzsch und Witt stellte der Verein mit seiner Trainerin alle Olympiasieger der DDR im Eiskunstlauf.

Neben Jutta Müller war Irene Salzmann die andere Erfolgstrainerin des SC Karl-Marx-Stadt. Unter ihr stiegen Sabine Baeß und Tassilo Thierbach im Paarlauf zur Weltklasse auf. Die beiden gewannen 1982 als einziges DDR-Paar den Weltmeistertitel. (Quelle: Wikipedia)

Eissportverein Chemnitz

Eissportverein Chemnitz

Nachfolgeverein für die Eiskunstläufer und Eisschnellläufer war der 1990 gegründete Eissportverein Chemnitz (EVC).

Für diesen starteten unter anderem auch Mandy Wötzel und Ingo Steuer im Paarlaufen und holten für den Verein 4 Europameisterschaftsmedaillen (1x Gold, 3x Silber), 3 Weltmeisterschaftsmedaillen (1x Gold, 2x Silber) und 1 Olympische Medaille (1x Bronze).

Als Rechtsnachfolger der verbliebenen Eissportabteilungen des SCK war der EVC letztendlich aber nur eine Zwischenstation für die Eiskunstläufer.

Denn bereits 1998 machte sich die Abteilung Eiskunstlauf im EVC selbständig und gründete den heutigen Chemnitzer Eislauf-Club e.V. (CEC).

Chemnitzer Eislauf-Club

Chemnitzer Eislauf-Club e.V. (bis 2010)

Der Chemnitzer Eislauf-Club e.V., gegründet am 26. Januar 1998 als legitimer Nachfolger der Abteilung Eiskunstlauf des Sportclub Karl-Marx-Stadt, sieht sich in der Pflicht und in der Verantwortung, dessen hervorragende Arbeit und überragende Erfolge fortzusetzen und, wenn möglich, zu wiederholen.

Als bekannte Namen in der Geschichte des Chemnitzer Eiskunstlaufens sind hier vor allen Dingen folgende Persönlichkeiten zu nennen:

  • Jutta Müller
  • Katarina Witt
  • Gaby Seifert
  • Jan Hoffmann
  • Monika Scheibe
  • Anett Pötzsch-Rauschenbach
  • Evelyn Grossmann
  • Mandy Wötzel & Ingo Steuer
  • Sabine Baeß-Marbach & Tassilo Thierbach
  • Irene Salzmann
  • Günter Zöller
  • Rudi Suchy
  • Inge Peterwitz

Eine Vielzahl der oben genannten sind heute noch Mitglieder bzw. Ehrenmitglieder unseres Vereines.

Die Medaillenbilanz von 1966 bis heute bei den Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele ist für den Eiskunstlauf in Deutschland einzigartig und ein berechtigter Grund für Stolz auf die bisher in dieser Stadt geleistete Arbeit.

Da nach der Wende leider im Sport in den Neuen Bundesländern einiges in Vergessenheit geraten und nicht mit dem nötigen Nachdruck verfolgt wurde, trat der CEC bei seiner Gründung ein schweres Erbe an. Es fehlte fast völlig eine gesunde breite Basis, ohne die eine Spitze nicht entstehen kann. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand nach einem Jahr der Orientierung im Mai 1999 das Kindergartenprojekt, welches seitdem verstärkt wieder für die Möglichkeit der Nachwuchssichtung sorgt.

Chemnitzer Eislauf-Club e.V. (bis 2010)

Bei dieser Arbeit werden wir in dankenswerter Weise unterstützt durch zahlreiche Trainer, die teilweise zur Weltspitze gehören, wie . z.B. Jutta Müller und Monika Scheibe, sowie durch zahlreiche Übungsleiter, Kinderbetreuer und viele ehrenamtliche Helfer.

Im Chemnitzer Eislauf-Club e.V. werden alle Sparten des Eiskunstlaufes gepflegt. Sowohl im Einzellauf (Damen und Herren; Mädchen und Jungen), im Paarlauf, im Eistanz sowie auch im Synchroneiskunstlaufen sind Sportler aus unserem Verein bei Wettkämpfen, national und international vertreten.

Seit 2004 wird im Chemnitzer Eislauf-Club e.V. auch Curling gespielt und 2010 wurde diese jüngste Sparte im CEC noch um das Rolli-Curling erweitert.